History of Junghans

Geschichte der Firma Junghans

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Zeitschrift „Die Woche“, Werbung, 1919

Am Neujahrstag des Jahres 1823 erblickt Erhard Junghans in Zell am Harmersbach in Baden am Westrand des Schwarzwalds das Licht der Welt. Er wird in eine harte Welt geschoben.
In Europa feiern die absolutistischen Mächte die Restaurierung ihrer Herrschaft, im nahen Frankreich wird der König wieder eingesetzt und die „Heilige Allianz“, bestehend aus Russland, Österreich und Preußen, führt ihren Feldzug gegen die republikanische Bewegung.
Der Vater von Erhard Junghans, Nikolaus Junghans, wird im Jahr 1784 in Horb am Neckar geboren, verlässt dieses auf der Suche nach Arbeit und landet, zunächst als Stricker tätig, in Zell am Harmersbach. Später findet er Anstellung als Arbeiter in der hiesigen Steingutfabrik, wo er Isidor Feist kennenlernt, der ebenfalls als einfacher Arbeiter seinen Dienst tut.
Die Mutter, Barbara Schönenberger, ist die Tochter eines Wundarztes und Barbiers.
Die Eltern ziehen vier Kinder groß: Franz Xaver, Joseph, Erhard und Magdalena.
Die Buben müssen wie der Vater in der Steingutfabrik arbeiten, der Älteste, Franz Xaver wandert 1847 als Schreiner in die USA aus.
Nachdem Isidor Faist selbst eine Steingutfabrik im nahen Marktflecken Schramberg errichtet, zieht die Familie Junghans 1830 ebenfalls in den damals 3000 Einwohner zählenden Ort, der nicht gerade für seinen Wohlstand bekannt war. Zu jener Zeit gehört Schramberg zu Württemberg, davor 222 Jahre zu Österreich. Die Grenze zu Baden beschert Schramberg zwar Handel, jedoch werden hohe Zölle fällig und die Stadt wird durch ihre geographische Lage noch zusätzlich beschränkt. Durch die Grenze zu Württemberg kommt sie einer Sackgasse gleich.

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Fünftälerstadt Schramberg

Es führen fünf Täler mit deren Flüssen nach Schramberg, die immer wieder für Hochwasserschäden sorgen und das bis in jüngste Zeit.

Fortsetzung folgt…